Besser leben ohne Hoffnung – Warum Hoffnung überschätzt wird4 Minuten Lesedauer

Man hört es immer wieder: “Gib die Hoffnung nicht auf.

Doch ist Hoffnung wirklich etwas, was man in regelmäßigen Abständen praktizieren sollte oder bringt Hoffnung vielleicht sogar mehr negative als positive Faktoren mit sich?

Ist es vielleicht sogar besser, wenn man die Hoffnung komplett aufgibt?

 

Was ist eigentlich Hoffnung?

Hoffnung ist eine Einstellung, die auf das Eintreten einer gewünschten (meist positiven) Situation abzielt. Jetzt denkst du dir wahrscheinlich: Was gibt es an einer optimistischen Einstellung zu meckern? Genau darauf will ich in diesem Blogbeitrag eingehen. Denn Hoffnung ist meiner Meinung nach ein sehr zweischneidiges Schwert. Denn was bringt die Hoffnung allein, wenn du nicht gleichzeitig aktiv handelst? Hoffnung appelliert immer an eine höhere Macht. So machst du dein Leben und deine Emotionen abhängig von einem Glücksspiel. Und wieso solltest du dein Wohlergehen dem Glück überlassen, wenn du es letztendlich selbst unter Kontrolle haben kannst?

Ich möchte ein kurzes Beispiel einwerfen:

Du interessierst dich für eine freie Stelle im Unternehmen XY. Du hast deine Bewerbung abgeschickt und wurdest zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Da du nicht der einzige Bewerber warst, wird sich die Firma in einigen Tagen bei dir melden. Doch bevor es dazu kommt, geht das große Hoffen los. “Werden sie mich wohl einstellen?”. Du tust so, als wäre die ganze Prozedur von Glück anhängig, dabei hattest du es selbst in der Hand, dein Bestes zu geben, um den besten Eindruck beim Arbeitgeber zu hinterlassen.

Durch aktives Handeln hättest du die perfekte Bewerbung schreiben können. Beim Vorstellungsgespräch hättest du durch die durchdachte, aktive Auswahl der Fragen und Antworten den bestmöglichen Eindruck hinterlassen können. Wozu also hoffen? Wenn du dein absolut Bestes gegeben hast, ist Hoffnung völlig irrelevant. Denn es ist nicht von Glück abhängig, sondern davon, ob du der Beste warst. Und das lag in deinen Händen. Hoffnung ist etwas für Menschen, die ganz genau wissen, dass sie nicht ihr Bestes gegeben haben.

 

Hoffnung – Der Achtsamkeits-Killer

Meine Meinung zum Thema Achtsamkeit sollte mittlerweile so gut wie jedem Leser bekannt sein. Jeder Mensch sollte sich mit dem Thema Achtsamkeit auseinandersetzen, da Achtsamkeit viele Probleme aus der Welt schaffen kann und jede Menge Leid verhindern kann. Wenn du achtsam bist, lebst du völlig im Hier und Jetzt.

Bist du unachtsam, verschwendest du viel Zeit damit, mit dem Kopf entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft festzuhängen. Wenn du andauernd über die Zukunft oder deine Vergangenheit nachdenkst, erschaffst du Probleme, die es eigentlich gar nicht mehr gibt oder die es noch gar nicht geben kann. Denk mal darüber nach, wo sich deine Gedanken befinden, wenn Hoffnung ins Spiel kommt.

Du wirst feststellen, dass sich Hoffnung immer auf die Zukunft bezieht. Sobald die Hoffnung einsetzt, befindest du dich mit deinem Kopf nicht mehr in der Gegenwart und lebst in einer Illusion. Dort erschaffst du Probleme, die es noch gar nicht gibt und in den allermeisten Fällen auch gar nicht geben wird. Solang du nur auf die Hoffnung allein setzt, befindest du dich in einem Gedankenkarussell um eine Situation, die du (ohne zu handeln) nicht beeinflussen kannst. Warum machst du dir das Leben selbst zur Hölle? Setze auf Achtsamkeit statt auf Hoffnung.

 

Erwartung und Enttäuschung

Ich habe zwar bereits einen Blogbeitrag zum Thema Erwartungen geschrieben, aber es passt einfach zu gut hier rein, um es nicht nochmal aufzugreifen. Wenn du Etwas hoffst, malst du dir in deinem Kopf eine Situation zu deinen Gunsten aus. Doch was ist, wenn diese Situation nicht so eintrifft, wie du sie dir vorgestellt hast? Richtig. Du bist mit großer Wahrscheinlichkeit enttäuscht. Hoffnung und Enttäuschung sind sehr oft miteinander verbunden. Warum also hoffen und sich somit potenziellem Leid in Form von Enttäuschung aussetzen?

Aber wenn ich hoffe und es passiert so, wie ich es mir vorgestellt habe, dann bin ich glücklich.

Ich fühle mich gerade so als würde ich einen Monolog führen, aber ich weiß, dass sich viele genau das denken. Das sie glücklich(er) sind, wenn ihre Hoffnung bestätigt wird. Aber ist das wirklich so? Macht Hoffnung wirklich einen Unterschied, wenn sich die Situation so oder so zum Positiven wendet? Wenn eine bestimmte Situation ein positives Ergebnis geliefert hat, ohne das du es durch dein eigenes Handeln beeinflusst hast, ist auch deine Hoffnung völlig unbeteiligt an diesem Ergebnis gewesen. Denn was ändert Hoffnung ohne Handeln?

Wenn Hoffnung allein etwas ändern würde, gäbe es Frieden auf Erden und niemand müsste Hunger leiden.

 

Die Hoffnung aufgeben?

Ist es etwas Schlechtes, wenn man die Hoffnung aufgibt? Ich bin der Meinung, dass es etwas absolut Großartiges ist, wenn man seine Hoffnung aufgibt.

Oft hör ich, dass Hoffnung Menschen als eine Art Motivation dient.

Doch wenn du Hoffnung brauchst, um motiviert zu sein, dann…

1. hast du nicht verstanden, was Hoffnung ist

2. lebst du nicht ergebnis- bzw. zielorientiert

Denn was gibt es Schlimmeres, als sein ganzes Geld allein auf die Hoffnung zu setzen? Solang du nur hoffst, wird das Ergebnis immer ein reines Glücksspiel sein. Natürlich wirst du im Leben so den ein oder anderen Glücksmoment erleben. Jedoch sind diese nicht nachhaltig. Nachhaltigkeit kann nur durch einen aktiven Prozess gewährleistet werden.

 

Aus diesem Grund biete ich dir jetzt die Lösung an!

 

Handeln statt hoffen

Du glaubst, dass dir deine Hoffnung die nötige Kraft gibt, dein Ziel zu erreichen? Ich glaube, dass der einzige Faktor, der dich deinem Ziel näherbringt, dein eigenes, aktives Handeln ist. Hör auf deine Träume und Ziele von einer höheren Macht abhängig zu machen. Ob du es nun Glück, Schicksal oder “Gott” nennst, ist dabei völlig irrelevant.

Übernimm die alleinige Verantwortung für dein Leben und somit auch für deine Ziele und Träume. Tue alles, was in deiner Macht steht, um deine Zukunft zu formen und das Ergebnis zu erhalten, auf das du es abgesehen hast. Über alles andere hast du selbst keine Macht. Ob ein Ergebnis außerhalb deines Handlungsraumes gut oder schlecht ausfällt, liegt weder in deiner Hand noch in der Hand einer höheren Macht. Hoffnung wird am Endergebnis nichts ändern.

Da (wie oben bereits erwähnt) Hoffnung nie im Jetzt stattfindet, bietet es sich an, sich mit Achtsamkeitsübungen wie zum Beispiel Meditation auseinanderzusetzen. Dadurch lernst du den gegenwärtigen Moment schätzen und neigst seltener dazu, deine Zeit mit hoffen zu verschwenden.

 

Horche also nochmal in dich hinein und sei ehrlich mit dir selbst. Was bringt dir Hoffnung?

 


 

 

 

 

 

 

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