Medikamente gegen Angst – Wie sie deine Entwicklung behindern können

Es ist so weit! Ein Beitrag über Medikamente.

Irgendwann musste er ja kommen.

Selbst habe ich nie Erfahrungen mit Medikamenten gegen Angst gemacht. Je länger ich mich mit dem Thema Angst beschäftige und mit je mehr Betroffenen ich schreibe, desto mehr komme ich aber zu dem Schluss, dass Medikamente den Entwicklungsprozess in vielen Fällen behindern können.

Dieser Beitrag soll nicht dazu dienen, Menschen an den Pranger zu stellen, die Medikamente gegen ihre Ängste nehmen. Außerdem möchte ich diese Medikamente nicht per se verurteilen.

Vielmehr möchte ich meine Meinung zum Thema preisgeben und erklären, warum Medikamente meiner Meinung nach keine Lösung sind und sogar hinderlich sein können.

 

Wozu diese Medikamente dienen sollten

Natürlich gibt es Situationen, in denen Medikamente ihren Sinn erfüllen.

Wenn eine Person bereits so sehr in ihrer Angst versunken ist, dass es zu Begleiterscheinungen wie Depressionen bis hin zu Suizidgedanken kommt, können Medikamente dafür sorgen, dass diese Person so funktionsfähig wird, dass sie ihre Probleme in einer Therapie bearbeiten kann. Außerhalb so einer Situation wird die Einnahme solcher Medikamente meiner Meinung nach dann auch schon eher fragwürdig.

Leider sehe ich oftmals, dass Medikamente für folgende Zwecke genutzt werden:

 

  • als vermeintliche Langzeitlösung, damit die Person sich nicht mit ihren Problemen auseinandersetzen muss
  • als Mittel, um endlich wieder zu funktionieren und am gesellschaftlichen Zirkus teilzunehmen zu können, der meist erst der Grund für diese Ängste ist

 

Wer sich ein bisschen mit den Funktionsweisen und Inhaltsstoffe dieser Medikamente auseinandersetzt, wird schnell feststellen, dass sie gesundheitlich keine Dauerlösung darstellen können.

Leider sind die meisten Menschen so gesellschaftlich indoktriniert, dass der erste Impuls nach einer Diagnose, der Griff zum Medikament ist.

Man sollte sich jedoch erst einmal mit dem Krankheitsbild auseinandersetzen und Medikamente als die letzte Instanz betrachten.

Denn es gibt viele Alternativen, die eindeutig gesünder für Körper und Geist sind.

Besonders kritisch sehe ich die Leichtfertigkeit, mit der diese Medikamente heutzutage verschrieben werden.

Oft kommen die Betroffenen mit völlig normalen Stresssymptomen zum Arzt und kriegen direkt Medikamente verschrieben, die sie dann erst richtig in den Sumpf ziehen. Jeder, der sich schon einmal die Nebenwirkungen dieser Pillen angeschaut hat (oder sogar schon selbst erlebt hat) wird wissen, wovon ich rede.

Die Problematik besteht nicht nur darin, dass diese Medikamente sehr schnell über die Ladentheke gehen, sondern auch in den äußerst negativen Effekten auf die eigene Entwicklung und den Umgang mit der Angst.

 

Die Ursache bleibt bestehen

Niemals wird ein Medikament die Ursache der Angst aus der Welt schaffen. Es behandelt immer nur die Symptome. Diese Symptome sind aber überhaupt nicht das Problem.

Ganz im Gegenteil: Symptome sind sehr wichtig. Sie sind ein Indikator, was in unserem Leben falsch läuft. Außerdem sind die Symptome ein Werkzeug, mit dem man wunderbar arbeiten kann.

An ihnen kann man nicht nur die eigene Reaktion trainieren, sondern sich auch in Akzeptanz und Achtsamkeit üben.

Ich sehe es folgendermaßen: Symptome sind ein Kompass und wie will ich mein Ziel erreichen, wenn ich meinen Kompass zerschlage und nicht mehr weiß, wo es lang geht?

Angst (und meiner Meinung nach auch Angststörungen) sind keine Krankheit im eigentlichen Sinne. Angst ist etwas völlig Natürliches. Nicht die Angst an sich ist krankhaft, sondern das eigene Verhalten und Denken. Dagegen gibt es kein Medikament. Angst hat nur Macht, wenn wir ihr welche geben, indem wir ihr eine Reaktion schenken.

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Die schnelle Lösung

Viele Menschen wollen die schnelle Lösung für ihre Probleme. Nicht nur bei Ängsten. Diese Einstellung sollte man so schnell wie möglich ablegen. Denn nichts was leicht ist, ist auch nachhaltig. Besserung und Heilung sind immer Prozesses, die vom eigenen Körper ausgehen und nie von außen herbeigeführt werden können.

Diese Prozesse erfordern gewisse Maßnahmen, die mit Zeit und Arbeit verbunden sind. Wenn einem das Blaue vom Himmel und schnelle Abhilfe in Pillenform versprochen wird, sollte man aufhorchen. Wenn es zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es das meistens auch nicht.

 

Medikamente sind Nährstoffräuber

Ängste können eine organische Ursache haben. Ein Nährstoffmangel kann der Grund sein. Deshalb sollte man immer vorher abklären, ob ein Mangel besteht, bevor man Medikamente einnimmt.

Was einem kaum ein Arzt sagt: Bestimmte Medikamente sind Nährstoffräuber. Das heißt, dass der Körper durch das Medikament entweder mehr Nährstoffe benötigt oder diese Nährstoffe schneller vom Körper ausgeschieden werden.

Wenn ein Mangel also bereits die Ursache ist, gießt man mit solchen Medikamenten nur noch mehr Öl ins Feuer. Außerdem kann es nach dem Absetzen zu starken Nebenwirkungen kommen, da die Nährstofflager leergesaugt sind und der Körper nicht mehr richtig gegensteuern kann.

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Geistige Abhängigkeit

Manche Menschen können nur angstfrei nach draußen gehen, wenn sie ein Notfallmedikament in der Tasche haben. Natürlich ist das bei weitem besser, als nur nach draußen zu können, wenn man das Medikament auch eingenommen hat, jedoch hat auch diese mentale Stütze etwas Krankhaftes.

Ich bin mir sicher, das jeder, der sein Notfallmedikament nur dabei hat (es aber nicht einnimmt), sehr schnell lernen kann, auch ohne dieses Medikament wieder in aller Ruhe vor die Tür zu gehen.

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Fazit

Im Endeffekt muss jeder selbst wissen, wie er leben will, aber ich hoffe, dass ich mit meiner Perspektive ein Licht auf die Aspekte geworfen habe, über die viele nicht so gerne reden. Medikamente sind nichts, was man auf die leichte Schulter nehmen sollte, denn sie können starke Nebenwirkungen auslösen oder im schlimmsten Fall sogar abhängig machen.

Das heißt nicht, dass es keine Einsatzgebiete gibt, in denen sie ihren Zweck erfüllen. Wenn die Option im Raum steht, sollte man sich jedoch die Zeit nehmen, gründlich darüber nachzudenken, anstatt voreilig zu Medikamenten zu greifen. Dies gilt nicht nur für Medikamente gegen Angst, sondern bei allen Krankheitsbildern.

 

 

Achtung: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Die Texte erheben weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Die Texte ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und dürfen nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! Der Inhaber dieser Seite übernimmt keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben. Bitte beachten Sie auch den allgemeinen Haftungsausschluss im Impressum.

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