Mikronährstoffe gegen Stress, Angst und Depression – was steckt wirklich dahinter?5 Minuten Lesedauer

Mentale Probleme wie Angst, Depressionen und Stress stehen in direkter Verbindung mit deiner Ernährung. Dein Körper ist ein Meisterwerk mit selbstregulierenden Kräften. Doch um sich selbst heilen zu können, benötigt er gewisse Baustoffe.

Diese Baustoffe, sogenannte Mikronährstoffe, sind für unzählige Stoffwechsel- und Regulierungsprozesse im Körper verantwortlich.

Ohne diese Nährstoffe leidet nicht nur dein Körper, sondern auch dein Geist.

Das Ergebnis: Angst, Depressionen oder Burnout!

Was sind eigentlich Mikronährstoffe?

Zu den Mikronährstoffen zählen unter anderem: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und essenzielle Fettsäuren.

Heute soll es aber primär um die Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe gehen.

Jede Zelle und jeder Prozess in deinem Körper braucht Mikronährstoffe um seine Funktion fehlerfrei ausführen zu können. Dein Gehirn ist dahingehend natürlich keine Ausnahme. Es ist keine Seltenheit, dass ein Mangel an bestimmten Mikronährstoffen Ängste, Depressionen und Stress verstärken oder sogar auslösen kann.

Auch Mikronährstoffe sind keine Wunderpille

Natürlich ist es empfehlenswert, auf die richtige Zufuhr von Mikronährstoffen zu achten. Zum Problem wird das Ganze aber, wenn man denkt, dass Mikronährstoffe eine Art Wunderpille sind.

Ja, Mikronährstoffe können Wunder bewirken, besonders wenn ein starker Mangel besteht. Jedoch solltest du dich nicht darauf verlassen, dass Mikronährstoffe alle deine Probleme in Luft auflösen. Kann passieren, ist aber nicht die Regel.

Besonders psychische Erkrankungen haben meist nicht nur eine Ursache, sondern stehen auf mehreren Pfeilern. Wenn dein Lebensstil eine komplette Katastrophe ist, gibt es sicherlich mehr als eine Stellschraube, an der du drehen musst, um deine Lebensqualität zurückzugewinnen.

An dieser Stelle möchte ich dir die wichtigsten Mikronährstoffe vorstellen, die häufig in Verbindung mit psychischen Erkrankungen und Stress stehen.

Magnesium – das Salz der inneren Ruhe

Nicht umsonst wird Magnesium als das Salz der inneren Ruhe bezeichnet. Magnesium sorgt dafür, dass dein Körper besser mit Stress umgehen kann. Es gibt jedoch einen gewaltigen Haken an der Sache.

Leidet der Körper an chronischem Stress, was besonders bei Menschen mit Angst, Depressionen oder Burnout der Fall ist, wird Magnesium aus den Zellen gedrückt und vom Körper über den Urin ausgeschieden.

Doch das ist noch nicht alles. Je weniger Magnesium dein Körper zur Verfügung hat, desto anfälliger ist er für jegliche Form von Stress. Außerdem können durch einen Magnesiummangel Stress-, Angst- und Depressionssymptome verstärkt werden. Dies endet schnell in einem Teufelskreis.

Vitamin D – in Deutschland Mangelware

Der Mensch braucht mehrere Faktoren um überleben zu können. Zu diesen Faktoren zählt neben Nahrung und Sauerstoff auch Licht. Wieso Licht? Sonnenlicht sorgt dafür, dass deine Haut Vitamin D produzieren kann, welches absolut essenziell für deine Gesundheit ist. Im Körper nimmt Vitamin D eher die Rolle eines Hormons ein, als die eines Vitamins und ist somit nicht aus einem gesunden Lebensstil wegzudenken.

Betrachten wir den durchschnittlichen Lebensstil, ist es kein Wunder, dass sich viele Menschen fühlen, als würden sie schon mit einem Bein im Grab stehen. Viele Menschen gehen einem Job nach, der in einer Halle oder in einem Büro stattfindet. Der perfekte Schutz vor Sonnenlicht. Nach der Arbeit geht es dann meistens auf die Couch, um sich von dem stressigen Arbeitstag zu erholen.

Auch da ist Sonnenlicht Fehlanzeige.

Immer mehr Forscher bringen einen Vitamin-D-Mangel mit einer Winterdepression in Verbindung. Viele Menschen brauchen dafür jedoch nicht einmal einen Winter, denn sie sehen auch im Sommer zu wenig Licht.

Müdigkeit, Antriebslosigkeit und depressive Verstimmungen können also sehr wohl auf das Konto eines Vitamin-D-Mangels gehen.

Wenn du aufgrund deines Jobs zu wenig Sonne abkriegst, könnte ein Nahrungsergänzungsmittel (zum Beispiel dieses) vielleicht etwas für dich sein.

B-Vitamine

Wie bei Magnesium auch führt Dauerstress zu einer Unterversorgung verschiedener B-Vitamine. Besonders anfällig dafür sind Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure. Ein Mangel an diesen Vitaminen kann zu folgenden Symptomen führen:

  • Appetitlosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfung
  • Antriebslosigkeit
  • Leistungsabfall
  • Konzentrationsschwäche
  • Depressive Verstimmung
  • Angstzustände

 

Eisen – problematisch bei Ängsten

Ein Eisenmangel kann Ängste und Panikattacken auslösen. Viele wollen diesem Mangel dann mit Ergänzungsmitteln entgegentreten.

Das Problem an der Sache: Schaut man in die Packungsbeilage dieser Eisen-Ergänzer oder schaut sich Erfahrungsberichte an, stellt man fest, dass Angstzustände und Panikattacken keine Seltenheit sind, was die Nebenwirkungen betrifft. Augen auf beim Supplement-Kauf und sich Erfahrungsberichte einholen, welche Präparate für welche Nebenwirkungen bekannt sind!

 

Ein Tropfen auf den heißen Stein

Der Durchschnittsbürger ernährt sich wie ein Mülleimer. Doch auch eine gesunde, ausgewogene Ernährung führt nicht zwangsläufig dazu, dass du ausreichend mit Nährstoffen versorgt wirst.

Dahingehend gibt es zwei Faktoren, die du beachten solltest:

#1 Mangelausgleich

Wenn ein starker Mangel an einem Mikronährstoff herrscht, ist es oft schwer und sehr mühselig, diesen über die Ernährung auszugleichen. Ein starker Mangel sollte immer erst nach Absprache mit deinem Arzt angegangen werden, da dieser Mangel schneller und effektiver mit ärztlicher Hilfe aus der Welt geschafft werden kann.

#2 Konventioneller Anbau

Bodenerosion, die besonders häufig bei konventionellem Anbau zu finden ist, sorgt dafür, dass der Boden kaum noch Nährstoffe enthält. Diese nährstoffarmen Böden können natürlich nicht so viele Nährstoffe an die Ernte abgeben. Das Ergebnis sind häufig Obst und Gemüse mit einem Bruchteil der Nährstoffe, die zum Beispiel Bio-Produkte aufweisen. Konventioneller Anbau bringt außerdem noch andere Stoffe mit sich (zum Beispiel Glyphosat), die du nicht auf dem Teller haben willst.

 

Sind Nahrungsergänzungsmittel unnötig?

Bei diesem Thema gehen die Meinungen weit auseinander. Meine Meinung zum Thema: Ein gesunder Mensch wird seinen Nährstoffbedarf wahrscheinlich allein durch seine Ernährung decken können.

Problematisch wird es, wenn man nicht mehr in die Kategorie „gesunder Mensch“ fällt. Denn damit geht meistens ein Mehrbedarf an Nährstoffen einher, der nicht mehr mit 100 prozentiger Sicherheit durch die Ernährung garantiert ist. Ich mache keinen Hehl daraus, auch bestimmte Nährstoffe zu ergänzen. Besonders in stressigen Phasen oder nach einer langen Sport-Session greife ich auf die ein oder andere Pille oder Kapsel zurück.

Ich habe meine Supplement-Sammlung zwar schon reduziert, aber die Basics finden immer noch einen Platz in meinem Nachtschränkchen: Magnesium, Vitamin K2, Vitamin D, Zink und einen Vitamin B-Komplex.

 

Mikronährstoffe und Wechselwirkungen

Nicht alle Mikronährstoffe können miteinander kombiniert werden. Oft hebt ein Nährstoff die Aufnahme eines anderen Nährstoffes auf oder schränkt diese stark ein. Wenn du wissen möchtest, welche Nährstoffe du problemlos kombinieren kannst, dann wirf einen Blick auf diese Tabelle → Klick

Ein Blutbild sorgt für Klarheit

Die beste und sicherste Möglichkeit einen Mangel festzustellen, ist durch ein Blutbild. Bei Mikronährstofftests ist es leider so, dass man diese meist aus eigener Tasche bezahlen muss. Wenn du jedoch durch bestimmte Symptome den Verdacht auf einen Mangel hast, solltest du eventuell ein Blutbild und die damit verbundenen Kosten in Kauf nehmen, um dir Klarheit zu verschaffen.

 

Fazit:

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist notwendig, damit alle Funktionen deines Körpers richtig ausgeführt werden können. Natürlich sind Mikronährstoffe allein keine Wunderpille, sind jedoch für einen gesunden Lebensstil absolut notwendig. Psychische Erkrankungen können durch einen Nährstoffmangel ausgelöst oder verstärkt werden, dieser ist aber in den meisten Fällen nicht allein für die Erkrankung verantwortlich. Es gibt weitere Faktoren, die du in Betracht ziehen solltest.

Mehr dazu findest du in meinem Blogbeitrag: Unnatürliches Leben – Warum wir immer kränker werden

 

Achtung: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Die Texte erheben weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Die Texte ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und dürfen nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! Der Inhaber dieser Seite übernimmt keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information ergeben. Bitte beachten Sie auch den allgemeinen Haftungsausschluss im Impressum.

 


 

 

 

 

 

 

 

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