Negative Affirmationen – Die unterschätzte Gefahr

Heute mal ein Thema, von dem viele gar nicht wissen, dass sie davon betroffen sind: Negative Affirmationen.

Was sind negative Affirmationen?

Negative Affirmationen sind Glaubenssätze, die man sich immer wieder einredet ohne die Macht und die Auswirkungen dieser Affirmationen zu verstehen. Ob diese der Realität entsprechen ist dabei völlig irrelevant. Aber dazu gleich mehr.

Negative Affirmationen können wie folgt aussehen:

  • Ich schaffe das nicht
  • Ich habe keine Kraft mehr
  • Ich bin wertlos
  • Ich kann das nicht
  • Ich bin hässlich
  • Ich bin nicht liebenswert
  • Ich habe Schuld an…
  • Ich habe Angst

 

Wie wirken negative Affirmationen?

Ich habe ja bereits in einem Blogbeitrag über die Macht der Gedanken geschrieben, aber negative Affirmationen spielen eine ganz besondere Rolle. Denn je öfter und regelmäßiger wir uns selbst mit negativen Affirmationen zumüllen, desto wahrer werden diese Glaubenssätze für unser Gehirn. Je öfter ich mir einrede, dass ich etwas nicht kann, desto größer wird die eigene Blockade, die letztendlich dazu führt, dass ich es wirklich nicht mehr kann.

Wenn ich mir dauerhaft einrede, dass es mir schlecht geht, dann wird es mir auch früher oder später schlecht gehen. Ganz egal wie gut ich mich eigentlich fühle. Mit negativen Affirmationen hämmern wir uns eine “falsche Wahrheit” ins Gehirn. Allein durch unsere Gedanken formen wir uns so unsere eigene Realität. Da die meisten Menschen jedoch gar nicht wissen, wie negative Affirmationen wirken, erkennen sie diese auch nicht als Teil des eigentlichen Problems. Denn sobald man damit aufhört, sich negative Glaubenssätze ins Unterbewusstsein zu hämmern und sich in eine Opferrolle zu begeben, wird alles schlagartig besser.

Die wohl häufigste Form der negativen Affirmation ist das Jammern. Wer kennt es nicht? Man ist irgendwo eingeladen und hat nur zugesagt, weil man nicht als Buhmann dastehen will. Dann fängt es an: “Ich habe null Bock.”, “warum habe ich überhaupt zugesagt?”. Dadurch, dass man sich immer wieder einredet, dass man gar keine Lust hat, läuft die Chance, an diesem Abend noch Spaß zu haben, gegen Null. Ein Glanzbeispiel für negative Affirmationen.

Urlaub fürs Unterbewusstsein

Sobald man damit aufhört, sich negativen Affirmationen auszusetzen, werden ungeahnte Energien freigesetzt. Blockaden lösen sich und wir erhalten Unmengen an neuem Handlungsraum.

Problematisch wird es, wenn man sich die selben negativen Affirmationen über Monate oder sogar Jahre ins Gehirn gepflanzt hat. Denn dann ist das Unterbewusstsein bereits so umprogrammiert, dass wir mit bloßem “Aufhören” nicht mehr weit kommen. Dann müssen negative Affirmationen durch positive Affirmationen ersetzt werden, um unser Gehirn erneut umzuprogrammieren.

Das Gute daran: Selbst wenn es uns wirklich schlecht geht, können uns positive Affirmationen aus diesem Loch holen. Denn wie ich bereits oben geschrieben habe: Je öfter man sich eine Affirmation “einredet”, desto wahrer wird sie fürs Gehirn. Ob sie negativ oder positiv ist, ist dabei völlig egal. Mach aus einem “ich kann nicht” ein “ich kann das” oder “ich werde…” und schon bald wirst du den Unterschied spüren.

 

Positive Affirmationen richtig umsetzen

Eine legitime Strategie ist, sich vor den Spiegel zu setzen und sich 5 Minuten lang selbst positive Affirmationen “einzureden”. Dabei einfach 1-2 Sekunden Pause zwischen den Affirmationen machen. Die Wiederholung ist das, worauf es ankommt. Ein paar Regeln, die du beachten solltest:

  • Affirmationen am besten in der Gegenwart formulieren (anstatt “ich werde angstfrei” lieber “ich bin angstfrei”)
  • Affirmationen positiv formulieren (auf Worte wie “nicht” und “kein” verzichten)
  • Die positiven Affirmationen sollten in deine tägliche Routine einfließen

 

Fun fact: So gut wie alle erfolgreichen Menschen haben an einem Punkt in ihrem Leben auf positive Affirmationen zurückgegriffen.

 

Fazit

Wenn du selbst nicht genau weißt, ob negative Affirmationen Teil deines Problems sind, solltest du dich vielleicht erst einmal mit dem Thema Selbstreflexion auseinandersetzen. Sobald du erkannt hast, dass du dir das Leben durch Glaubenssätze selbst zur Hölle machst, wird es Zeit etwas zu verändern. Wenn das bloße “Ablegen” der negativen Affirmationen keine Besserung bringt, ist es an der Zeit, sich mit positiven Affirmationen zu beschäftigen. Lege die negativen Affirmationen und somit auch die Opferrolle ab und tausche sie durch tägliche positive Affirmationen aus.


 

 

 

 

 

 

 

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2 Comments

  • Kay

    Reply Reply 19. August 2018

    Negative Affirmationen können einen im Alltag extrem hemmen. Diese Erfahrung habe ich selbst gemacht, bevor ich beschlossen habe, dies ganz einfach abzustellen.

    Gedankenkontrolle ist unglaublich wichtig, wenn man ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln möchte. Das muss man aber erstmal lernen, denn wenn man ein grundsätzlich negativ eingestellter Mensch ist, so wie ich es ursprünglich bin, ist es ein langer Prozess, bis man lernt, Herausforderungen mit positiven Grundgedanken anzugehen.

    Für Alle, die sich noch nie mit negativer Affirmation auseinandergesetzt haben, ist dein Beitrag sehr hilfreich und informativ!

    Liebe Grüße, Kay.
    http://www.twistheadcats.com

  • Susanna Mumenthaler

    Reply Reply 23. August 2018

    Wenn wir die Auswirkungen negativer Affirmationen noch detaillierter betrachten, sehen wir, dass sie auch Auswirkungen auf unser Schmerzempfinden haben, was am Ende zu unerträglichen chronischen Schmerzen führen kann.

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