Unnatürliches Leben – Warum wir immer kränker werden6 Minuten Lesedauer

Heute mal ein kleiner Erklärungsansatz meinerseits, weshalb so viele Menschen gesundheitlich den Bach runtergehen. Egal ob körperlich oder geistig. Noch nie gab es so viele übergewichtige Menschen wie heute. Der Medikamentenkonsum geht durch die Decke und psychische Krankheiten werden zur Norm. Doch wieso das Ganze?

Wir haben alle im Biologieunterricht gelernt, dass es bestimmte Faktoren geben muss, damit Leben möglich ist. Die Faktoren sind grob gesagt: Licht, Wasser, Nahrung und Sauerstoff. In unserer heutigen Gesellschaft:

  • atmen die Menschen falsch
  • kriegen die Menschen nicht genug Sonnenlicht ab
  • ernähren sich die Menschen wie Mülleimer
  • trinken die Menschen zu wenig Wasser
  • bewegen sich die Menschen zu wenig

Eigentlich ist die Frage, warum es einigen so schlecht geht, komplett überflüssig. Denn in den allermeisten Fällen ist nicht die Genetik schuld (was ja oft eine beliebte Ausrede ist), sondern schlichtweg ein falscher, ungesunder und unnatürlicher Lebensstil.

Unser Körper ist ein komplexes Gebilde. Ist auch nur ein einziger kleiner Faktor nur unzureichend vorhanden oder gestört, kann unser Körper hunderte, wenn nicht  tausende Stoffwechselprozesse nicht richtig ausführen.

Der Mensch entfernt sich immer weiter von der Natur und wundert sich gleichzeitig über die negativen Folgen. Eine Farce.

 

Unnatürlicher Stress

Stress ist ein natürlicher Überlebensmechanismus, ohne den die menschliche Rasse vermutlich nicht mehr auf diesem Planeten wandeln würde. Problematisch wird es, wenn Stress chronisch und unnatürlich wird. Denn dafür ist der menschliche Körper nicht gemacht. Begegnen wir einer realen Gefahr, schaltet der Körper in einen Flucht-oder-Kampf-Modus. Unsere Reaktion ist dann logischerweise die Flucht oder der Kampf. Beide Optionen sind mit jeder Menge Bewegung verbunden.

Bewegung sorgt dafür, dass der Körper bereits während der Gefahrensituation anfängt, diese Stresshormone wieder abzubauen. Bewegung ist neben einem erholsamen Schlaf der Stresskiller Nr.1. Und genau auf diese beiden Aspekte will ich jetzt kurz eingehen.

Fehlende Bewegung

Bewegung ist nicht nur einer der wichtigsten Stresskiller und sollte somit bei jedem auf dem Tagesplan stehen, sondern kann bei mangelhafter Ausführung einige Gefahren mit sich bringen. Denn Bewegungsmangel ist eine der häufigsten Todesursachen der Welt. Aus einem Bewegungsmangel können viele Krankheiten entstehen. Besonders Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs gehen sehr oft auf das Konto eines Bewegungsmangels.

Von der Arbeit auf die Couch

Für viele Menschen ist es zur absoluten Norm geworden, nach der Arbeit erst einmal die Füße hochzulegen und den Tag vor dem Fernseher ausklingen zu lassen. Dies ist jedoch eine Katastrophe für die körperliche Gesundheit, denn viele gehen Berufen nach, die primär mit einer sitzenden Tätigkeit einhergehen. Dazu kommt, (dass wie oben schon beschrieben) Bewegung ein unverzichtbarer Faktor für den Stressabbau ist.

Hatte man einen stressigen Arbeitstag und legt nach der Arbeit die Füße hoch, sorgt man dafür, dass die Stresshormone nicht abgebaut werden und im Körper verweilen. Das führt früher oder später zu Schlafstörungen und anderen Stresssymptomen. Wird Stress zum Dauerzustand, ist Bewegung unumgänglich. Ansonsten ist es nur eine Frage der Zeit, bis eine psychische Krankheit dein Leben bestimmt.

Die WHO empfiehlt MINDESTENS 150 Minuten moderate körperliche Aktivität oder 75 Minuten intensive Bewegung pro Woche. Da die WHO bekanntermaßen ziemlich tief zielt mit ihren Empfehlungen, sollte man sich vermutlich mindestens 300 Minuten bzw 150 Minuten (intensiv) die Woche bewegen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Schlaf

Das Erste, was unter dauerhaftem Stress leidet, ist der Schlaf. Da der Schlaf unser wichtigstes Werkzeug im Kampf gegen Stress ist, wollen wir seine Funktionsfähigkeit natürlich um alles in der Welt aufrechterhalten. Wenn wir aufgrund des Stresses nicht richtig schlafen können, sind wir noch gestresster, da ein unzureichender Schlaf auch nur unzureichend Stress abbauen kann. Ein Teufelskreis entsteht.

Kein Essen kurz vor dem Schlafengehen

Ab 20 Uhr solltest du nichts mehr essen. Der Grund dafür ist, dass der Körper im Schlaf nicht richtig regenerieren kann, wenn er mit der Verdauung beschäftigt ist. Hinzukommend ist es mit einem vollen Magen schwerer, überhaupt einschlafen zu können. Denn setzt die Verdauung ein, wird gleichzeitig unser Stoffwechsel angeregt. Das genaue Gegenteil von dem, was wir zum Einschlafen brauchen.

Wenn du fest der Überzeugung bist, noch etwas essen zu müssen, dann verzichte auf komplexere Kohlenhydrate wie zum Beispiel Kartoffeln oder Reis. Greif in diesem Fall lieber auf etwas leicht verdauliches wie eine Banane zurück.

Frühsport bevorzugen

Sport ist immer eine gute Möglichkeit, um sich über den Tag hinweg auszupowern, um dann Abends erfolgreich in den Schlaf zu gleiten. Doch es gibt eine Sache, auf die du achten musst: Je früher du Sport treibst, desto besser kannst du Abends einschlafen. Wenn du erst Nachmittags oder Abends trainierst, läuft der Körper auf Hochtouren, was das Einschlafen erschwert.

 

Sonnenlicht

Nur mit ausreichend Sonnenlicht kann der Körper über die Haut Vitamin D produzieren. Da die meisten Menschen jedoch den Großteil ihres helllichten Tages auf der Arbeit verbringen und meist drinnen arbeiten, kriegen sie nicht genug Sonnenlicht und somit auch kein notwendiges Vitamin D.

Wie alle anderen Mikronährstoffe auch, benötigt der Körper Vitamin D für eine Vielzahl an Stoffwechselprozessen. Vitamin D kann durch ausgiebige Sonnenbäder oder durch Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Seinen Vitamin D Bedarf durch die Nahrung zu decken ist so gut wie unmöglich. Mehr zum Thema Vitamin D findest du HIER

Nährstoffarme Ernährung

Dem Thema Ernährung werde ich in Zukunft nochmal einen eigenen Beitrag widmen, denn dieses Thema ist so wichtig wie kaum ein anderes. Denn was wir in unseren Körper werfen, bestimmt unsere Gesundheit.

“Führe ein gesundes Leben und du wirst kaum erkranken, es sei denn durch einen Unfall oder in einer Epidemie. Wirst du krank, so gewährt dir die richtige Diät die beste Möglichkeit, wieder gesund zu werden.” -Hippokrates

Konservierungsstoffe, schlechte Fette und E-Nummern wohin man schaut. Der Darm ist der Sitz der Gesundheit. Quält man diesen mit Müll, kann es auch keine Gesundheit geben. Hinzukommend ernährt sich der Otto Normalbürger von Sachen, die kaum Nährstoffe beinhalten. Jedoch braucht der Körper diese Mikronährstoffe um richtig zu funktionieren. Besteht auch nur ein kleiner Mangel, können unzählige Stoffwechselprozesse nicht richtig umgesetzt werden. Die Folgen sind körperliche oder geistige Krankheiten.

Ausgewogene Ernährung

Der Körper braucht nicht nur Makronährstoffe (Fett, Kohlenhydrate, Proteine), sondern auch Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente). Heutzutage hört man immer nur von Makronährstoffen, als wären Mikronährstoffe völlig unwichtig. Ein Mangel an Mikronährstoffen tritt meist jedoch viel schneller und deutlicher in Erscheinung. Um zu gewährleisten, dass dein Körper alle nötigen Nährstoffe erhält, ist eine ausgewogene Ernährung unverzichtbar.

Vor allem Obst und Gemüse sollten regelmäßig auf deinem Teller landen, da diese Nahrungsmittel viele Mikronährstoffe enthalten. Außerdem solltest du darauf achten, dass du auf Bio-Lebensmittel zurückgreifst. Diese haben meist einen viel höheren Nährstoffgehalt, da die Böden in der konventionellen Landwirtschaft kaum noch Nährstoffe enthalten. Verfügt der Boden nicht über Nährstoffe, kann auch das Produkt auf dem Teller keine Nährstoffe beinhalten.

Worauf du verzichten solltest

Es gibt einige Sachen, die nicht auf deinem Teller landen sollten. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Fertigprodukte wie Pizza, Pommes und Chicken Nuggets
  • Sonnenblumenöl
  • Zucker
  • Milchprodukte
  • Aspartam (Süßstoff)

Diese “Lebensmittel” sind unnatürlich und absolutes Gift für deinen Darm. Außerdem fördern sie das Risiko für Entzündungen und schwere Krankheiten. Man kann es nur immer wieder wiederholen: Der Darm ist der Sitz der Gesundheit. Quälst du deinen Darm, kannst du nicht davon ausgehen, gesund zu sein und gesund zu bleiben.

Die Menge macht das Gift

Natürlich wirst du nicht gleich in den Sarg fallen, wenn du mal ein Glas Milch trinkst oder unterwegs eine Schale Pommes isst. Besteht deine Ernährung jedoch hauptsächlich aus den oben genannten “Lebensmitteln”, wirst du früher oder später die Quittung für deinen Lebensstil erhalten. Denn dann sind Krankheiten im Alter kein “Zufall” mehr, sondern eine absolute Garantie.

Wasser

In meinem direkten Umfeld sehe ich es immer wieder. Ein Wasserkonsum von teilweise unter einem Liter pro Tag. Und dann klagen die Menschen auch noch über bleierne Müdigkeit. Wasser ist dahingehend unverzichtbar, da es die Nährstoffe in unserem Körper von A nach B transportiert.

Ohne ausreichend Wasser schläft unser Stoffwechsel ein. Das Ergebnis ist, dass auch wir uns fühlen, als würden wir jede Sekunde einschlafen. Wir nehmen Wasser nicht nur direkt aus der Flasche zu uns, sondern auch über unsere Nahrung. Besonders bei einer ausgewogenen Ernährung mit viel Obt und Gemüse kommt ein großer Teil des Wassers direkt über unsere Nahrung.

Meiner Meinung nach liegt ein gesunder Wasserkonsum bei 2 – 3 Liter am Tag. Aber darüber streiten sich die Geister. Sportler schwören auf einen Liter Wasser pro 20KG Körpergewicht. Dein Urin ist ein sehr guter Indikator deines Wasserhaushaltes. Die Faustformal ist: Je dunkler dein Urin, desto mehr solltest du trinken. Sieht dein Urin klar aus mit einem ganz leichten Gelbstich, bist du ideal hydriert.

 

Auch das Trinken benötigt Training

Du bist der Meinung, dass du nicht mehr trinken kannst? Sei beruhigt! Denn das ist völlig normal. Auch das Trinken ist mit Training verbunden. Einfach deinen Wasserkonsum von Tag zu Tag steigern bis du dein Ziel erreicht hast. Danach ist es eine absolute Leichtigkeit deinen gewünschten Wasserkonsum einzuhalten.

 

Sauerstoff

Der Körper vieler Menschen wir heutzutage nicht mehr ausreichen mit Sauerstoff versorgt. Auch das lässt sich auf chronischen, unnatürlichen Stress zurückführen. Denn sind wir gestresst, atmen wir kurz und flach über unsere Brust. Je länger und öfter wir gestresst sind, desto mehr verlernen wir eine richtige, natürliche Atmung.

Eine natürliche Atmung findet nämlich nicht über die Brust statt, sondern über den Bauch. Die Bauchatmung ist die natürlichere Atmung. Aus diesem Grund bietet es sich an, dass du dich jeden Tag mit Atemübungen beschäftigst. Denn nur so kannst du eine richtige Atmung wieder erlernen.

Was du tun kannst

Ein gesunder Lebensstil ist eine Entscheidung, die du von heute auf morgen treffen kannst. Du musst ihn nur umsetzen.

  • Ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse
  • Ausreichend Bewegung
  • Trinke ausreichend Wasser (2-3 Liter)
  • Übe dich in Bauchatmung
  • Gehe öfter in die Sonne oder nimm Vitamin D in Tropfenform
  • Bekämpfe deinen Stress
  • Verzichte auf schlechte “Lebensmittel”

 


 

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