Warum dein Zeitproblem in Wahrheit ein Prioritätenproblem ist

Du würdest gerne was in deinem Leben ändern, doch findest einfach keine Zeit für diese Veränderung?

Doch gibt es wirklich so etwas wie “zu wenig Zeit”?

In Wahrheit steckt etwas ganz anderes dahinter.

Letztendlich gibt es kein Zeitproblem, sondern nur ein Prioritätenproblem.

Wie du das ändern kannst und somit endlich die nötige Zeit findest?

Dazu kommen wir jetzt…

 

24 Stunden

“40 Minuten am Tag meditieren? Dafür habe ich einfach keine Zeit.”

So oder so ähnlich klingt eine Antwort, die ich schon zu oft gehört habe.

Doch kann das wirklich sein? Findet man keine 40 Minuten Zeit am Tag?

Ich behaupte, dass jeder 40 Minuten Zeit hat, wenn er seine Prioritäten richtig setzt.

Denn jeder Mensch hat die gleichen 24 Stunden am Tag.

Wie kommt es also, das einige neben ihrem Job und Familie noch großartige Errungenschaften meistern und andere nicht einmal 20 freie Minuten Zeit am Tag zu haben scheinen?

Weil diese Menschen andere Prioritäten haben.

Statt stundenlang vor dem Fernseher zu sitzen oder sich am Wochenende im Club volllaufen zu lassen, stecken sie diese Zeit in ihre Entwicklung.

Und das sind nur zwei Beispiele von vielen…

 

Zeitproblem = Prioritätenproblem

Ich kann und will auch niemandem vorschreiben, wie er seine Zeit zu nutzen hat.

Jeder soll seine Zeit so einplanen, wie er möchte.

Was ich jedoch nicht verstehen kann, sind Leute, die sich beschweren und jammern, dass es im Leben nicht vorwärtsgeht, während sie ihre Zeit ohne mit der Wimper zu zucken verschwenden.

Ich gehe mal kurz etwas genauer darauf ein, was ich mit Zeit verschwenden meine:

 

Fernsehen

Der Klassiker. Nach der Arbeit die Füße hochlegen und stundenlang fernsehen. Es gibt kaum eine schlechtere Art, seine Zeit zu verschwenden.

Der deutsche Durchschnitt verbringt am Tag etwa drei Stunden vor dem Fernseher. Jetzt denk einfach mal darüber nach, was du in drei Stunden alles umsetzen könntest.

Katzenvideos auf YouTube zählen für mich übrigens in dieselbe Kategorie wie das Fernsehen. Zeit ohne Mehrwert.

 

Schlaf

Ein Mensch benötigt ca. acht Stunden Schlaf.

Alles darunter ist ungesund, alles darüber Zeitverschwendung.

Vorsicht! Auch der gern gesehene “Hustle” mit den dazugehörigen 3-5 Stunden Schlaf ist ein großes Prioritätenproblem.

 

Arbeit

Warum mehr arbeiten als nötig?

Wieso sich einen hohen Lebensstandard aneignen und dadurch den Zwang konditionieren, überhaupt mehr arbeiten zu müssen?

Warum nicht einfach einen einfachen Lebensstil führen?

Viele Menschen machen einen so viele Überstunden für unnötige Investitionen, dass die Familie zeitlich auf der Strecke bleibt.

Ist es das wert?

 

Beziehungen zu negativen Menschen

Falsche Freunde, Energieräuber, Streit.

Es gibt einfach Personen, mit denen du nicht nur deine Zeit, sondern auch deine Energie verschwendest.

Hinzukommend bedeuten negative Menschen immer auch Stress, denn ihre Negativität färbt ohne Vorwarnung auf dich ab.

Das Gleiche gilt natürlich für Menschen mit sinnlosen Prioritäten. Wer mit solchen Menschen zu tun hat, lässt sich schnell zu einem ähnlichen Verhalten verleiten.

 

Social Media

Der deutsche Durchschnitt verbringt eine Stunde am Tag mit Social Media. Eine von vielen Beschäftigungen ohne Mehrwert.

Einfach mal das Smartphone zur Seite legen und stattdessen ein interessantes Buch lesen. Schon ist die Stunde gut investiert.

 

Fragen die du dir stellen solltest, wenn es ein Zeitproblem zu geben scheint

Bevor du bei dir selbst ein Zeitproblem diagnostizierst, solltest du dein Verhalten achtsam beobachten und dich folgendes fragen:

  • Könnte ich vielleicht etwas anderes machen, was einen höheren Mehrwert hat?
  • Ist meine Zeit sinnvoll investiert?
  • Will ich das wirklich?
  • Muss das jetzt wirklich sein?
  • Verbringe ich vielleicht zu viel Zeit mit X?

 

Die Prioritätenfalle

Wenn es einem gut geht, neigt man dazu, seine Zeit sinnlos zu verschwenden. Die wirklich wichtigen Sachen priorisieren viele meist erst, wenn sie leiden.

Sobald das Leben sich dann wieder einigermaßen eingependelt hat, verfallen sie wieder in alte Verhaltensmuster und fangen an, ihre Prioritäten wieder dem Sinnlosen zukommen zu lassen.

In diesen Zeiten erfordert die Prioritätensetzung ein hohes Maß an Disziplin. Am besten ist es, eine gesunde Balance zu finden und diese Priorisierung zur Routine zu machen.

 

 

Prioritäten richtig setzen

Um ein kleines Beispiel zu geben, möchte ich dir zeigen, wie ich meine Prioritäten setze und was ich mir dabei denke:

 

Gesundheit > Alles

Die Gesundheit steht über allem. Aus diesem Grund haben Aktivitäten, die die Gesundheit fördern bei mir auch höchste Priorität.

Ja, Fastfood schmeckt geil und geht schnell. Doch dafür die eigene Gesundheit aufs Spiel setzen? Definitiv nicht.

 

Buch lesen > Fernsehen

Medien mit Mehrwert werden bloßer Unterhaltung vorgezogen. Ein Sachbuch bringt einen ein ganzes Stück weiter als eine Folge “Asi-TV”.

 

Familie/Freunde > Überstunden

Überstunden schieben, um sich eine neues Smartphone kaufen zu können, welches man in Wahrheit nicht braucht?

Dafür Freunden und Familie absagen, weil man schließlich “keine Zeit” hat?

Nein danke.

 

Erfahrungen > Konsum

Ein tolles Erlebnis mit den Liebsten oder doch lieber wertlosen Schrott horten?

Die Antwort sollte klar sein.

 

Abstriche, wenn nötig

Ich will nicht sagen, dass man keinen Sachen mehr unternehmen sollte, die einzig und allein dem eigenen Vergnügen dienen.

Jedoch bin ich der Meinung, dass Spaß und Vergnügen immer hinten anstehen sollten, wenn es um wichtige Dinge wie Gesundheit, Entwicklung und Beziehungen geht.

Der Tag hat 24 Stunden. Du hast also genug Zeit für Spaß UND Entwicklung. Wichtig ist herauszufinden, was gerade höchste Priorität haben sollte.

 

Fazit

Du hast kein Zeitproblem.

Sobald du dich mit deinen Prioritäten auseinandersetzt und die Sinnlosigkeit hinter vielen Aktivitäten erkennst, wird es dir leicht fallen, deine Veränderung zu beginnen.

Denn dann siehst du, wie viel Zeit du wirklich am Tag hast.

Achte jedoch darauf, dass du deine Prioritäten auch dann richtig setzt, wenn es im Leben steil bergauf geht.

Hast du einmal deine alten Verhaltensmuster wieder aufgenommen, wird deine Prioritätensetzung und somit auch dein Lebensstil leiden.

 

 

Welche Erfahrung hast du bereits mit “Zeitproblemen” gemacht? Schreib es mir einfach unten in die Kommentare.

 


 

 

 

 

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4 Comments

  • Viola

    Reply Reply 7. September 2019

    “Einfach mal das Smartphone zur Seite legen und stattdessen ein interessantes Buch lesen.”
    Ach naja. So würde ich das nun nicht sagen. Ich kann ja auch interessante Blogbeiträge mit wertvollem Inhalt lesen. Hab ich übrigens gerade 😉
    Deine “direkte” Art gefällt mir und bei dem Thema bin ich auch ganz bei Dir.
    Viele liebe Grüße
    Viola

    • Andre

      Reply Reply 8. September 2019

      So lange der Mehrwert stimmt, ist es ja relativ egal, wie wir die Informationen aufnehmen.

      Ich verbringe auch jeden Tag ein gutes Stück Zeit auf YouTube. Katzenvideos sind es aber nicht 😉

      Freut mich, dass dir der Beitrag gefällt!

      LG

  • Dresden Mutti

    Reply Reply 10. September 2019

    Vielleicht meint man mit „keine Zeit“ auch einfach „keine Zeit, in der man noch klar denken kann“. Der Akku ist oft einfach leer, besonders unter der Woche nach arbeiten, Haushalt, Kindern ect. Prioritäten braucht es trotzdem, das stimmt natürlich, ist aber nicht easy. Gerade deswegen können alle stolz sein, die trotzdem was auf die Beine stellen, auch wenn sie müde sind, statt abends noch eine Folge irgendwas auf Netflix zu schauen.

    • Andre

      Reply Reply 12. September 2019

      Wenn alles einfach wäre, wären wir alle glücklich 😀

      Das ist der Test, bei der sich die Spreu vom Weizen trennt. Wer etwas wirklich will, der wird es auch schaffen.

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